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Damit

Ihre

Gesundheit

nicht

in

die

Knie 

geht

Knie

Das Kniegelenk ist ein muskelgestütztes Gelenk. Um es ungestört und schmerzfrei bewegen zu können, müssen unzählige kleine Teilfunktionen perfekt und aufeinander abgestimmt ablaufen.

Nicht nur Unfälle können die Funktionsfähigkeit einschränken. Viele Schäden entstehen schleichend und werden einem erst spät durch Beschwerden oder Schmerzen bewusst.

 

Auf Grund der Komplexität des Gelenks stoßen auch modernste Bildgebungsverfahren oft an ihre Grenzen. Deshalb ist eine fachgerechte Untersuchung von einem Knie-Experten unabdingbar.

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Häufigste Fragen

Ich habe beim Laufen oft Schmerzen im Knie. Ein vor kurzem durchgeführtes MRT zeigt keine Verletzungen. Wieso habe ich dann eigentlich diese Schmerzen?


Auch wenn die klassischen Knieverletzungen (Meniskus, Knorpel und Kreuzband) ausgeschlossen sind, kann es zu Schmerzen im Kniegelenk kommen.

Ursache:

Es kann z.B. der Ansatz des Bandes, welches die Kniescheibe mit dem Unterschenkel verbindet (Patellasehne) gereizt sein oder das Problem zwischen der Kniescheibe und dem Gleitlager am Oberschenkel liegen. Hier kann das Problem z.B. in der Beinachse selbst liegen (O-Bein oder X-Bein) oder ein Ungleichgewicht der einzelnen Muskelgruppen des Oberschenkels vorliegen. Eine weitere mögliche Ursache ist die Reizung des Gewebes direkt unterhalb der Kniescheibe (Hoffa-Fettkörper), eines Schleimbeutels oder aber auch des sogenannten Tractus (iliotibialis), einer starken Bindegewebsschichte an der Außenseite der Oberschenkel.

Therapie:

Abhängig von der genauen Ursache der Schmerzen wird entweder eine Anpassung der Sportgewohnheiten, ein Flexibilitätstraining und der Ausgleich von muskulären Dysbalancen angeraten.




Seitenbandriss: Ich habe mir beim Skifahren das Seitenband am Kniegelenk gerissen. Verheilt so ein Bänderriss wieder von alleine?


Die Seitenbänder auf der Innen- und Außenseite des Kniegelenks sind kräftige Stabilisatoren, die für die Funktion des Kniegelenks sehr wichtig sind.

Ursache:

Gerade das Skifahren ist ein Sport, bei dem eine Verletzung der Seitenbänder häufig ist, auch das Fußballspielen, aber ebenso andere Bewegungen können zum Reißen der Seitenbänder führen.

Diagnose:

Zusätzlich zur Untersuchung beim Arztbesuch ist ein Röntgen und eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Kniegelenks notwendig, da es bei Seitenbandverletzungen zusätzlich zu Verletzungen von anderen Kniegelenksstrukturen kommen kann (z.B. Meniskus-, Kreuzband- und Knorpelverletzungen).

Therapie:

Der Großteil der Seitenbandverletzungen wird mit einer ruhigstellenden Schiene behandelt. Mit der Zeit vernarbt der gerissene Bereich des Seitenbands und es kommt danach zu einer ausreichenden Stabilität des Kniegelenks. Im Falle von Begleitverletzungen, wie z.B. Meniskusverletzungen kann jedoch eine Operation notwendig werden.




Ich habe seit längerem ständig Schmerzen am Knie, ein Röntgen hat gezeigt, dass ich Arthrose habe. Was ist das? Was kann ich dagegen tun?


Das Kniegelenk ist eins der stärksten belasteten Gelenke des menschlichen Körpers. Um Bewegungen in Gelenken möglich zu machen, sind diese mit einem Knorpelüberzug ausgestattet. Die Arthrose beschreibt die Abnützung und Ausdünnung dieses Knorpelüberzugs..

Ursache:

Eine Abnützung des Knorpels kann einerseits z.B. durch einen Unfallschaden herbeigeführt werden, andererseits kann der Knorpelüberzug auch ohne Unfallgeschehen mit der Zeit ausdünnen.

Diagnose:

Neben der Untersuchung beim Arztbesuch reicht in den meisten Fällen Röntgenbilder, um das Ausmaß der Abnützung festzustellen. Auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) kann Aufschluss über genauen Ort und Schweregrad der Abnützung geben.

Therapie:

Hier stehen abhängig von der Ursache sehr viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, deswegen kann ich hier nur einige wenige beschreiben. Eine kräftige Muskulatur im Bereich der Kniegelenke hilft, die Bewegungen des Kniegelenks zu stabilisieren, dies kann einerseits mit Physiotherapie und im Weiteren meist mit regelmäßigem Radfahren sehr gut erreicht werden. Weiters kann mit Infiltrationen die akute Reizung des Kniegelenks bekämpft werden. In gewissen Fällen kann es allerdings eine Operation notwendig sein.




Meine Oberschenkel und die Kniegelenke tun mir stark weh. Ich habe immer wiederkehrend Schmerzen im Kreuzbereich. Hängt das zusammen? Ist das ein Bandscheibenvorfall? Was kann ich dagegen tun?


Die Lendenwirbelsäule und die umgebende Muskulatur ist ein Bereich des Körpers, der aufgrund des Aufbaus des Körpers bei jedem Menschen teils starken Belastungen ausgesetzt ist. Man muss sich vorstellen, dass dieser Teil der Wirbelsäule den gesamten Oberkörper inklusive Kopf, Brustkorb und Bauch trägt. Gleich in der Nähe der Wirbelsäule befindet sich das Rückenmark, von dem aus die Nerven in Arme und Beine verlaufen.

Ursache:

Bei anhaltenden Schmerzen in der Wirbelsäule ist ein Ausschluss von Abnützungserscheinungen und eines Bandscheibenvorfalls empfohlen. Daneben kann auch ein Unfall, oder eine zu schwache stabilisierende Muskulatur ursächlich sein.

Diagnose:

Dies geschieht meist durch die Untersuchung beim behandelnden Arzt, unterstützt durch Röntgen und Magnetresonanztomographie (MRT) Bildern.

Therapie:

Falls ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wird, ist für die weitere Therapie entscheidend, die genaue Größe und Lokalisation des Vorfalls und die etwaige Bedrängung von Nervenwurzeln oder deren Austrittstellen festzustellen.

Falls kein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wird, ist die Ursache der Schmerzen meist muskulär bedingt und dann eine intensive physiotherapeutische Behandlung zur schonenden Muskelkräftigung notwendig. Unterstützend kann man z.B. mit Schmerztabletten oder -spritzen, Thermotherapie, Stoßwellentherapie die Linderung der Beschwerden unterstützen.