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Wer

alles

können

will

ist

nirgends

gut

Spezialgebiete

Im medizinischen Bereich kann man nie zu viel wissen. Aus diesem Grund bilde ich mich stetig fort, um neueste Entwicklungen und Therapien aus der Welt der Orthopädie zu Ihrem Wohl einzusetzen. 

 

Um Ihnen die bestmögliche Betreuung zu gewährleisten, habe ich mich zusätzlich auf Schulter- und Kniebehandlungen sowie chirurgische Maßnahmen in diesen Bereichen spezialisiert - um gemeinsam mit Ihnen einen Schritt voraus zu sein.

Schulter

Schulter

Wenn die Schulter einmal beleidigt ist, klagen Patienten oft über sehr starke Schmerzen. Kein Wunder, ist die Schulter doch das am komplexesten aufgebaute Gelenk im Körper. Unzählige Bänder, Sehnen und Muskeln verbinden die Arme mit Ihrem Oberkörper.

Um die genaue Ursache von Schmerzen zu lokalisieren, bedarf es einer langjährigen Expertise. Und es braucht viel Fingerspitzengefühl, um eine passgenaue Therapie zu finden, um das beweglichste Gelenk wieder fit zu machen. 

 

Knie

Das Kniegelenk ist ein muskelgestütztes Gelenk. Um es ungestört und schmerzfrei bewegen zu können, müssen unzählige kleine Teilfunktionen perfekt und aufeinander abgestimmt ablaufen.

Nicht nur Unfälle können die Funktionsfähigkeit einschränken. Viele Schäden entstehen schleichend und werden einem erst spät durch Beschwerden oder Schmerzen bewusst.

 

Auf Grund der Komplexität des Gelenks stoßen auch modernste Bildgebungsverfahren oft an ihre Grenzen. Deshalb ist eine fachgerechte Untersuchung von einem Knie-Experten unabdingbar.

Knie
 
Chirurgie

Chirurgie

Es gibt Verletzungen, bei denen trotz intensivem Bemühen nur mehr ein Eingriff hilft. Die wohlbedachte Entscheidung zu einer Operation ist ein guter Ausweg, um die Funktionen und Schmerzfreiheit wiederherzustellen.

Operationen sind auch psychisch eine Herausforderung. Deshalb begleite ich Sie von Anfang an auf diesem Weg. Ich beantworte alle ihre offenen Fragen, kläre Sie über Risiken und Alternativen auf und bin vor, während und nach dem Eingriff für Sie da.

 

Häufigste Fragen

Schulter

Was ist ein Einklemmungssyndrom oder "Impingementsyndrom"?


Hinter diesem nahezu unüberwindbar komplizierten Begriff "subakromiales Impingement" verbirgt sich nichts anderes als ein Problem im Schultergelenk, den Oberarmkopf zentriert zu halten. Impingement: kommt aus dem Englischen und bedeutet "Zusammenstoß". Hier ist das "Zusammenstoßen" des Oberarmkopfes mit dem Schulterdach bei gewissen Bewegungen, verursacht durch die schlechte Zentrierung des Schultergelenks, gemeint.

Ursache:

Ursachen für dieses Problem können einerseits eine kurzfristige Überanstrengung durch Arbeit oder Sport oder eine länger andauernde Überbelastung des Schultergelenks sein.

Weiters kann ein Ungleichgewicht im sehr komplexen Aufbau der Schulter ursächlich sein. Hierzu führt meist eine Verkürzung der schulterstabilisierenden Muskulatur in Kombination mit einer abgeschwächten Funktion von bestimmten Muskelgruppen der Schulter. Im Bereich oberhalb des Oberarmkopfes liegt ein Schleimbeutel, der auf dieses Ungleichgewicht sehr empfindlich und daher schmerzhaft reagieren kann.

Diagnose:

Zur Diagnose dienen verschiedene Untersuchungen an der Schulter, meist ist ein normales Röntgenbild der Schulter zusätzlich zur Diagnosestellung ausreichend.

Therapie:

Zum größten Teil wird das subakromiale Impingement nicht-operativ behandelt. Man kann aus einem grossen Spektrum der Physiotherapie (Kräftigungsübungen, aber auch Dehnungsübungen) schöpfen. Diese Therapien sollten zumindest für drei Monate intensiv durchgeführt werden und danach möglichst in den täglichen Ablauf eingebaut werden (z.B. als Sportart wie Schwimmen).

Falls die nicht-operative Therapie trotz intensiver Durchführung über mehrere Monate keine Beschwerdebesserung bringt, kann man auch eine Operation andenken.




Meine Schulter wird immer unbeweglicher. Was kann das sein?


Bei einer Schultersteife ("eingefrorene Schulter" oder "frozen shoulder") handelt sich um ein besonders unangenehmes Krankheitsbild, welches über die Jahre auch wiederkehrend Beschwerden machen.

Ursache:

Die Ursache dieser Erkankung des Schultergelenks ist trotz intensiver medizinischer Forschung noch nicht vollständig verstanden. Es kommt zu einer Verdickung und Versteifung der Schulterkapsel und der Bänder in diesem Bereich. Eine Rolle können eine Vielzahl von internistischen, neurologischen und rheumatologischen Erkankungen spielen, oft kann jedoch kein Grund für das Auftreten gefunden werden.

Diagnose:

Hier steht die Befragung durch den Arzt und die Untersuchung beim Arztbesuch im Vordergrund. Der Patient bemerkt bei dieser Erkankung, dass (meist ohne ersichtlichen Grund) die Schulter zu schmerzen beginnt. Nach einiger Zeit gehen diese Schmerzen zurück, die Beweglichkeit der Schulter nimmt jedoch ab. Nach weiterer vergangener Zeit löst sich diese Bewegungseinschränkung selbständig wieder auf. Insgesamt können sich diese Phasen über ein bis zwei Jahre ziehen, daher ist es für den Patienten eine besonders unangehme und mit starken Einschränkungen verbundene Erkrankung. Auf Bildern (z.B. Ultraschall oder MRT) ist die Schultersteife meist nicht eindeutig zu sehen.

Therapie:

Der Therapieansatz der Schultersteife ist hauptsächlich nicht-operativ. Es kann hier der entzündliche Prozess durch Infiltrationen und Tabletten gelindert werden. Zusätzlich ist eine physiotherapeutische Betreuung unbedingt notwendig. In seltenen Fällen - falls die nicht-operative Therapie über einen längeren Zeitraum keine Erfolge zeigt, kann es notwendig sein in einem gelenkspiegelnden (das heisst arthroskopischen) Eingriff, die Kapsel zu erweitern.




Ich habe immer wieder unerträglich starke Schulterschmerzen. Warum?


Sehr wahrscheinlich haben Sie eine Kalkschulter (tendinosis calcarea). Das ist eine besonders schmerzhafte Erkrankung des Schultergelenks bei der sich Kalk in die flächige Sehnenstruktur im Schultergelenk einlagert.

Ursache:

Ursächlich dafür ist meist eine Minderdurchblutung der Sehne und dadurch ein Sauerstoffmangel ebendort. Meist klagen die Patienten über einen Ruheschmerz, der sich durch Bewegungen der Schulter verstärken kann.

Diagnose:

Zur Diagnose reichen - neben der Untersuchung des Schultergelenks - meist eine Röntgenaufnahme, besonders gut lässt sich der Kalk in der Ultraschall-Untersuchung nachweisen.

Therapie:

Um die Schmerzen vorerst etwas zu lindern, kann man Schmerzmedikamente verordnen, auch eine Spritze in die Schulter kann den grössten Schmerz gut bekämpfen.

Wichtig zu wissen ist, dass sich der eingelagerte Kalk oft mit der Zeit von selbst auflöst und die Schmerzen dadurch zurückgehen. Leider kann jedoch eine Kalkbildung erneut auftreten. Vorbeugend kann man eine muskelkräftigende Physiotherapie verordnen.

In hartnäckigen Fällen oder wenn das Problem des Kalks in der Schulter den Patienten immer wieder stört, kann man den Kalk auch im Rahmen einer gelenkspiegelnden Operation (arthroskopisch) entfernen. Auch hier ist nach der Operation eine physiotherapeutische Betreuung von besonderer Wichtigkeit.




Woher kommen meine Schulter-, Nacken- und Rückenschmerzen?


Haben Sie einen sitzenden Beruf und arbeiten viel am Computer? Längerfristiges und wiederkehrendes Verharren in ein und derselben Position ist für unseren Körper schädlich. Gerade die sitzende Tätigkeit und das Arbeiten am Computer kann so zu schmerzhaften Schulterbereich, Genick oder Rücken führen.

Möglichst ergonomisches Arbeiten mit richtigem Abstand und Höhe des Monitors, richtig platzierter Tastatur und einem ergonomischen Arbeitssessel ist zur Vermeidung von anhaltenden Beschwerden besonders wichtig.

Im Rahmen vieler arbeitsmedizinischer Studien gab es Untersuchungen bezüglich der Wirksamkeit von Streck- und Dehnungsübungen in regelmässigen Abständen während der Arbeit. In einer dänischen Studie aus dem Jahr 2011 wurde z.B. festgestellt, dass bereits 2 Minuten körperliche Aktivität ausreichen, um Schmerz und Verspannungen wesentlich zu lindern.





Knie

Trotz gutem MRT schmerzt beim Laufen mein Knie. Warum ist das so?


Auch wenn die klassischen Knieverletzungen (Meniskus, Knorpel und Kreuzband) ausgeschlossen sind, kann es zu Schmerzen im Kniegelenk kommen. Ursache: Es kann z.B. der Ansatz des Bandes, welches die Kniescheibe mit dem Unterschenkel verbindet (Patellasehne) gereizt sein oder das Problem zwischen der Kniescheibe und dem Gleitlager am Oberschenkel liegen. Hier kann das Problem z.B. in der Beinachse selbst liegen (O-Bein oder X-Bein) oder ein Ungleichgewicht der einzelnen Muskelgruppen des Oberschenkels vorliegen. Eine weitere mögliche Ursache ist die Reizung des Gewebes direkt unterhalb der Kniescheibe (Hoffa-Fettkörper), eines Schleimbeutels oder aber auch des sogenannten Tractus (iliotibialis), einer starken Bindegewebsschichte an der Außenseite der Oberschenkel. Therapie: Abhängig von der genauen Ursache der Schmerzen wird entweder eine Anpassung der Sportgewohnheiten, ein Flexibilitätstraining und der Ausgleich von muskulären Dysbalancen angeraten.




Heilt mein Seitenband wieder von allein oder muss ich operieren?


Die Seitenbänder auf der Innen- und Außenseite des Kniegelenks sind kräftige Stabilisatoren, die für die Funktion des Kniegelenks sehr wichtig sind. Ursache: Gerade das Skifahren ist ein Sport, bei dem eine Verletzung der Seitenbänder häufig ist, auch das Fußballspielen, aber ebenso andere Bewegungen können zum Reißen der Seitenbänder führen. Diagnose: Zusätzlich zur Untersuchung beim Arztbesuch ist ein Röntgen und eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Kniegelenks notwendig, da es bei Seitenbandverletzungen zusätzlich zu Verletzungen von anderen Kniegelenksstrukturen kommen kann (z.B. Meniskus-, Kreuzband- und Knorpelverletzungen). Therapie: Der Großteil der Seitenbandverletzungen wird mit einer ruhigstellenden Schiene behandelt. Mit der Zeit vernarbt der gerissene Bereich des Seitenbands und es kommt danach zu einer ausreichenden Stabilität des Kniegelenks. Im Falle von Begleitverletzungen, wie z.B. Meniskusverletzungen kann jedoch eine Operation notwendig werden.




Wegen Arthrose habe ich ständig Knieschmerzen. Was kann ich dagegen tun?


Das Kniegelenk ist eins der stärksten belasteten Gelenke des menschlichen Körpers. Um Bewegungen in Gelenken möglich zu machen, sind diese mit einem Knorpelüberzug ausgestattet. Die Arthrose beschreibt die Abnützung und Ausdünnung dieses Knorpelüberzugs. Ursache: Eine Abnützung des Knorpels kann einerseits z.B. durch einen Unfallschaden herbeigeführt werden, andererseits kann der Knorpelüberzug auch ohne Unfallgeschehen mit der Zeit ausdünnen. Diagnose: Neben der Untersuchung beim Arztbesuch reicht in den meisten Fällen Röntgenbilder, um das Ausmaß der Abnützung festzustellen. Auch eine Magnetresonanztomographie (MRT) kann Aufschluss über genauen Ort und Schweregrad der Abnützung geben. Therapie: Hier stehen abhängig von der Ursache sehr viele verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, deswegen kann ich hier nur einige wenige beschreiben. Eine kräftige Muskulatur im Bereich der Kniegelenke hilft, die Bewegungen des Kniegelenks zu stabilisieren, dies kann einerseits mit Physiotherapie und im Weiteren meist mit regelmäßigem Radfahren sehr gut erreicht werden. Weiters kann mit Infiltrationen die akute Reizung des Kniegelenks bekämpft werden. In gewissen Fällen kann es allerdings eine Operation notwendig sein.




Meine Oberschenkel und Knie schmerzen stark. Und mein Rücken auch. Hängt das zusammen?


Die Lendenwirbelsäule und die umgebende Muskulatur ist ein Bereich des Körpers, der aufgrund des Aufbaus des Körpers bei jedem Menschen teils starken Belastungen ausgesetzt ist. Man muss sich vorstellen, dass dieser Teil der Wirbelsäule den gesamten Oberkörper inklusive Kopf, Brustkorb und Bauch trägt. Gleich in der Nähe der Wirbelsäule befindet sich das Rückenmark, von dem aus die Nerven in Arme und Beine verlaufen. Ursache: Bei anhaltenden Schmerzen in der Wirbelsäule ist ein Ausschluss von Abnützungserscheinungen und eines Bandscheibenvorfalls empfohlen. Daneben kann auch ein Unfall, oder eine zu schwache stabilisierende Muskulatur ursächlich sein. Diagnose: Dies geschieht meist durch die Untersuchung beim behandelnden Arzt, unterstützt durch Röntgen und Magnetresonanztomographie (MRT) Bildern. Therapie: Falls ein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wird, ist für die weitere Therapie entscheidend, die genaue Größe und Lokalisation des Vorfalls und die etwaige Bedrängung von Nervenwurzeln oder deren Austrittstellen festzustellen. Falls kein Bandscheibenvorfall diagnostiziert wird, ist die Ursache der Schmerzen meist muskulär bedingt und dann eine intensive physiotherapeutische Behandlung zur schonenden Muskelkräftigung notwendig. Unterstützend kann man z.B. mit Schmerztabletten oder -spritzen, Thermotherapie, Stoßwellentherapie die Linderung der Beschwerden unterstützen.





Chirurgie

Wenn ich aus dem Auto steige, tut mein Knie extrem weh. Was kann das sein?


Gut möglich, dass Sie ihren Meniskus verletzt haben, Ein Meniskus ist ein halbmondförmiges Gebilde aus Bindegewebe im Kniegelenk. Es gibt in jedem Gelenk zwei davon und zwar den Innen- und den Außenmeniskus. Die Menisken verteilen den Druck zwischen den Knorpeln des Oberschenkels und des Unterschenkels und Beugen einer frühzeitigen Abnützung des Gelenkes vor. Ursache: Bei einer übermäßigen Verdrehung des Knies können die Menisken (ein)reißen. Das reizt das Kniegelenk, es schwillt an und schmerzt. Auch eine bloße Abnützung kann die Menisken (ähnlich wie Knorpel) ausdünnen und gleichfalls zu (Ein-)Rissen führen. Unbehandelte verletzte Menisken können ihre Funktion als Druckverteiler nicht mehr ausüben. Die Folge sind frühzeitige Abnützungen (Arthrosen) des Kniegelenks. Diagnose: Der Verletzungsverlauf lässt Rückschlüsse zu. Die Untersuchung gibt weitere Hinweise. Die Magnetresonanz-Tomographie (MRT) liefert Bilder der konkreten Verletzung. Therapie: Je nach Form und Lage der Verletzung wird ein nicht-operatives oder operatives Vorgehen empfohlen. Bei Verletzungen ausschließlich im Inneren des Meniskus ist meist keine Operation notwendig. Operation: Die Operationen erfolgen alle minimalinvasiv gelenkspiegelnd (dh. arthroskopisch). Meist reichen zwei kleine Schnitte, um mit einer Kamera ins Kniegelenk zu sehen. Der defekte Anteil des Meniskus kann vorsichtig z.B. mit einer kleinen Stanze geglättet werden oder es wird der Riss wieder vernäht. Abhängig davon ist nach der Operation eine ruhigstellende Schiene notwendig.




Mein vorderes Kreuzband ist gerissen. Muss das operiert werden?


Für die Stabilisierung des Kniegelenks sind einige Muskeln und Bänder wichtig. Die Kreuzbänder sichern das Kniegelenk besonders bei Verdrehung und Verschiebung des Unterschenkels gegen den Oberschenkel. Ursache: Leider kann es - besonders bei stark kniebelastenden Sportarten wie z.B. Skifahren und Fußballspielen, aber auch bei anderen Aktivitäten - zu einem Riss der Kreuzbänder kommen. Meist ist hier das vordere Kreuzband betroffen. Diagnose: Direkt nach dem Riss kommt es naturgemäß zu Schmerzen, auch eine Schwellung des Kniegelenks ist vom Patienten meist zu beobachten. Nach Rückgang dieser Beschwerden fällt dem Patienten in typischer Weise eine Instabilität des betroffenen Kniegelenks auf. Die Untersuchung beim Arztbesuch wird meist mit einer Magnetresonanztomographie (MRT) unterstützt, auf deren Bildern man einen Riss des vorderen Kreuzbands gut erkennen kann. Therapie: Hier gibt es (wie in der Medizin so oft) die Möglichkeit einer nicht-operativen Therapie und der Operation. Die nicht-operative Therapie besteht aus physiotherapeutischer Betreuung, bei der ein Hauptaugenmerk auf die Muskelkräftigung gelegt wird, um das Knie wieder ausreichend zu stabilisieren. Operation: In seltenen Fällen kann das Kreuzband genäht werden, dies funktioniert jedoch nur kurz nach der Verletzung. Bei den meisten Kreuzband-Operationen bekommt der Patient einen Ersatz des gerissenen Kreuzbands. Dieser Ersatz wird oft aus Sehnenmaterial des Patienten (z.B. aus dem Oberschenkel) selbst entnommen und in ein- und derselben Operation dort, wo das alte Kreuzband vorher gelegen ist, wieder eingesetzt. Es ist nach der Operation meist keine Ruhigstellung mittels Schiene oder ähnlichem notwendig. Nach ca. 10 Tagen kann die Nahtentfernung erfolgen. Es sollte gleich im Anschluss mit aktiver Physiotherapie begonnen werden. Erwähnenswert ist, dass die intensiv durchgeführte Physiotherapie nach Operationen mindestens genauso wichtig ist, wie die Operation selbst, um ein gutes Ergebnis zu erlangen.




Nach einem Rad-Sturz kann ich eine Stufe an der Schulter tasten. Was habe ich da?


Eine häufige Verletzung im Bereich der Schulter ist die Verletzung des Gelenks zwischen Schlüsselbein und Schulterblatt. In Ihrem Fall wahrscheinlich einen Bänderriss im AC-Gelenk. Dieses Gelenk ist mit einer Kapsel und mit Bändern gesichert. Ursache: Meist ist ein Sturz beim Radfahren oder einer anderen Sportart die Ursache. Es kommt durch die Kräfte, die beim Sturz auf dieses Gelenk wirken entweder zu einer Zerrung oder zu Einrissen von Bandstrukturen, die für die Stabilität des Gelenks wichtig sind. Diagnose: Der Unfallmechanismus lässt Rückschlüsse zu, weiters ist die Untersuchung beim Arztbesuch, unterstützt von Röntgenaufnahmen ausreichend, um die Verletzung zu diagnostizieren. Therapie: Je nach Ausmaß der Verletzung (wieviele Bänder wie stark eingerissen sind) und abhängig vom individuellen Bedarf des Patienten ist die Therapie nicht-operativ (Schulterverband zur Ruhigstellung) oder operativ. Operation: Falls eine Operation vorgeschlagen wird (diese sollte innerhalb von ca. 3 Wochen nach Verletzung stattfinden), dient diese zur Stabilisierung des Gelenks, wobei hier verschiedene Techniken zur Anwendung kommen können. Ob diese Operation als gelenkspiegelnder oder offener Eingriff durchgeführt wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab (z.B. ob weitere Verletzungen im Bereich des Schultergelenks vorliegen). Nach der Operation ist ein ruhigstellender Verband für 3 Wochen notwendig, in dieser Zeit sollte schon eine passive Physiotherapie beginnen.




Ich habe einen Riss in meiner Rotatorenmanschette. Muss ich wirklich operieren?


Die sogenannte Rotatorenmanschette oder Schulter-Sehnenplatte ist eine flächige Sehnenschichte, die unterhalb des von aussen sichtbaren Schultermuskels direkt oberhalb des Oberarmknochens liegt und in diesen einstrahlt. Sie ist für die Bewegungen des Schultergelenks sehr wichtig und ergänzt die Funktion vom großen Schultermuskel. Ursache: Sehnengewebe kann - ähnlich wie Knorpelgewebe - mit der Zeit abnützen und damit ausdünnen. Es können so - mit oder ohne erinnerliche Verletzung - Risse in dieser Schicht entstehen. Diagnose: Es gibt bestimmte Untersuchungen, die Hinweise auf Risse der Rotatorenmanschette geben können. Zusätzlich kann man sich mit einem Ultraschallgerät in der Ordination und auch mittels Magnetresonanztomographie (MRT) ein Bild vom Verletzungsmuster machen. Therapie: Die Lage, Form und Größe des Risses ist entscheidend, welche Art von Therapie empfohlen wird. Viele Risse der Rotatorenmanschette können ohne Operation behandelt werden. Hier ist die Physiotherapie ein wichtiges Instrument, da dadurch Beschwerden bestimmter kleiner Risse durch Kräftigung der umgebenden Strukturen ausgeglichen werden können. Je nach Aktivitätslevel und Art des Risses gibt es jedoch Fälle, in denen eine Operation ein besseres Ergebnis erzielen kann. Operation: Die Operation kann, wie viele andere Operationen an der Schulter gelenkspiegelnd (das heisst arthroskopisch) durchgeführt werden. Hier werden statt grossen Schnitten bei der Operation nur einige kleine Schnitte verwendet, um eine Kamera und kleinstes Werkzeug in die Schulter zu führen. Man kann hier den Riss mit Nähten verschliessen, damit die Funktion der Rotatorenmanschette wieder hergestellt werden kann. Nach der Operation ist meist eine Ruhigstellung des Armes für bis zu 5 Wochen notwendig ist. Dies ist notwendig, um eine Einheilung der Nähte zu ermöglichen. Erst danach dürfen aktive physiotherapeutische Übungen durchgeführt werden. Daraus folgt, dass eine zufriedenstellende Beweglichkeit des Schultergelenks oft erst 2-3 Monate nach der Operation eintritt. Dies ist besonders bei Patienten im aktiven Berufsleben zur Terminplanung eine wichtige Information.




Habe mir die Schulter ausgerenkt. Wie notwendig ist eine OP?


Eine Schulterluxation ist keine Kleinigkeit. Der Bau des Schultergelenks lässt eine große Bewegungsfreiheit des Armes zu. Dies hat jedoch zur Folge, dass man sich das Schultergelenk leichter ausrenken kann, als andere Gelenke. Ursache: Ursächlich kann sowohl eine angeborene Erkrankung des Schultergelenks sein, bei der die Weichteile des Schultergelenks unverhältnismäßig locker sind oder auch ein Sturz, bei dem der Oberarm aus der Schulterpfanne herausspringt. Es kann durch das Herausspringen einerseits die Lippe der Gelenkspfanne beschädigt werden, weiters kann durch das Verhaken des Oberarms an der Pfanne der knöcherne Anteil des Oberarmkopfes oder der Pfanne beschädigt werden. Diagnose: Einerseits gibt es spezielle Untersuchungen beim Arztbesuch, die auf eine Instabilität hinweisen können, weiters kann man mittels Röntgen oder Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomogaphie (MRT) Bilder zur Einschätzung der Situation anfertigen lassen. Therapie: Meist geschieht die Reposition des Oberarms sofort von selbst oder aber in einem Unfallspital. Ob danach eine nicht-operative oder operative Behandlung vorgeschlagen wird, hängt einerseits davon ab, ob es eine angeborene Ursache gibt (dh. ob der Oberarm ohne Sturz "von selbst" herausgesprungen ist) oder ob der Oberarm durch einen Sturz aus dem Gelenk herausgesprungen ist. Weiters hängt das Vorgehen von den Begleitverletzungen bzw. vom Funktionsanspruch des Patienten ab. Operation: Die meisten Operationen werden arthroskopisch (dh. gelenksspiegelnd) durchgeführt. Es wird die abgerissene Lippe oder das knöcherne Bruchstück wieder an der Schulterpfanne befestigt. Nach der Operation ist eine Ruhigstellung der Schulter ist meist für 3 Wochen notwendig, um die Heilung des Gewebes zu fördern. Danach ist eine physiotherapeutische Betreuung von besonderer Wichtigkeit.